Am ersten von drei Veranstaltungstagen der westfälischen Hallenmeisterschaften 2026 trat Felix Nieder als einziger Starter des TSV Bigge-Olsberg in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle an. Auf dem Programm stand seine Paradedisziplin, die 800m.
Aufgrund der späten Westfalenmeisterschaften der U14, die erst Ende September stattfanden und einer anschließenden, wohlverdienten, Saisonpause konnte Felix nur eine verhältnismäßig kurze Saisonvorbereitung absolvieren. Als Test zum Saisoneinstieg im Oktober ließ er direkt mit einer Zeit von 19:32 beim 5km Lauf in Verl aufhorchen, die bereits für eine gute Grundlage sprachen. Anfang Dezember folgten bereits leichte Steigerungen seiner persönlichen Bestleistung über die 800m auf zuerst 2:26,10 in Paderborn und eine Woche später auf 2:25,10 in Dortmund. Mit dieser Zeit lag Felix auf Platz 6 der Meldeliste an diesem Sonntag. Gute Trainingseinheiten aber auch die Steigerung über 5km beim Silvesterlauf in Soest auf 18:58 deuteten sein Potential auf noch schnellere Zeiten bereits an. Das Ziel für den Hallenhöhepunkt war also klar: Mutig sein und möglichst den 6. Platz der Meldeliste übertreffen.
Im zweiten Zeitlauf ging der Briloner gemeinsam mit den Favoriten auf die Strecke und machte seine Sache super. Nach den ersten 200m auf Platz 5 liegend versteckte er sich nicht und arbeitete sich langsam nach vorne. Bei 350m dann der Angriff auf den dritten Platz, der zunächst pariert wurde. Davon nicht entmutigt zog er bei 500m das Tempo erneut etwas an und ging am Drittplatzierten vorbei. Den Schwung nahm er mit auf die letzte Runde und lief sich noch einen Vorsprung von fast drei Sekunden auf seine Konkurrenten raus. An das Spitzenduo, welches sich bereits am Anfang des Rennens etwas absetzen konnte kam Felix nicht mehr ganz heran, konnte sich aber zu einer grandiosen persönlichen Bestzeit von 2:22,39 kämpfen und den vielumjubelten 3. Platz einfahren.

Nächste Woche geht Felix nochmal über die 3000m Distanz an den Start und wird probieren seine erarbeitete Form in eine weitere Bestzeit über die etwas längere Strecke umzuwandeln.
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